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Mikrolyrik und Lyrikbruch für zwischendurch

 

Ein kleiner Seitenspinner

entpuppte sich

als Schreiberling.

 

Selten quakt der Frosch,

häufiger verschweigt er, dass

er gar kein Prinz ist.

 

Und als wir endlich kamen

Zu säen Deinen Samen

In Deinem großen Namen

Da riefst Du freudig: Amen!


Fill the hole

Make me whole

Make me holy

Make me wholly whole

Make me wholly holy

 

Die Melancholie,

die ich zum Himmel schrie,

verebbte nie,

versandet nur in Poesie.

 

Das Schwelgen

im Walde

steht da so

für sich allein

und ist sich selbst

genug

 

Du hast so viel mehr

Geduld mit mir

Als ich mit Dir

Ich danke Dir

So sehr dafür

Folge uns!!!

Plädoyer für das Betreuungsgeld und gegen Educational Outsourcing

Überall wird dieser Tage gegen das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld gewettert. Dabei stoßen fast alle in das gleiche Horn: Wie kann man bloß moderne und emanzipierte Frauen an Heim und Herd verbannen, anstatt endlich genügend Kitas auszubauen, um den Eltern ihre nackte finanzielle und berufliche Existenz zu sichern? Man sollte jedoch vielmehr die Frage stellen, warum manche eigentlich auf Teufel komm raus ausschließlich Kitas fördern wollen, nur damit sie in aller Ruhe ihre Karriere verfolgen können, anstatt Familien wenigstens einen kleinen finanziellen Ausgleich zu zahlen, wenn sie ihren Kindern ein geborgenes und liebevolles Zuhause und eine persönliche Pflege und Erziehung bieten und dafür auf ein zusätzliches bzw. höheres Einkommen verzichten.

 

Es ist wirklich unerträglich. Da echauffieren sich Menschen über ein Konzept, das nichts weiter darstellt als einen kleinen Beitrag zur Gerechtigkeit und zur freien Entscheidung über ein Lebensmodell, weil sie es den Frauen, die sich für die Mutterrolle entscheiden, offenbar nicht gönnen, dass sie dafür eine Hilfestellung erhalten oder weil es einfach nicht in ihr Weltbild passt. Doch sind wir wirklich schon so weit, dass man es vorzieht, Erziehung auszulagern, weil man sich vom „kindlichen Ballast“ und der „lästigen und unpopulären“ Erziehungsarbeit emanzipieren möchte, als sich seiner elterlichen Verantwortung und Fürsorgepflicht zu stellen? Wie kann man so etwas gutheißen, obwohl man doch weiß, wie wichtig die frühkindliche Mutter-Kind-Beziehung für die Entwicklung des Kindes ist und um wie viel weniger sich die pädagogischen Kräfte um die einzelnen Kinder kümmern können? Vielleicht sollten sich diese Leute einmal grundsätzlich die Frage stellen, weshalb sie überhaupt Kinder bekommen? Und wieso sollte der Staat ein solches Verhalten auch noch belohnen und fördern?

 

Doch wahrscheinlich ist diese Forderung nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur endgültigen Zerstörung der Institution Familie. Welche verheerenden sozialen Folgen damit einhergehen, ist schon jetzt absehbar. Wie weit soll diese verhängnisvolle Tendenz noch fortschreiten? Als nächstes wird dann womöglich die Schwangerschaft ausgelagert und professionalisiert, entweder durch Leihmütter oder vielleicht sogar irgendwann durch Brut- oder Gebärmaschinen, wer weiß. Dazu kommt noch, dass es sich sowohl hinsichtlich der Kosten als auch des Personals als schwierig bis unmöglich gestaltet, ein flächendeckendes Kita-Angebot für alle zu gewährleisten. Wenn diese Eltern schon unbedingt lieber Karriere machen und Geld verdienen wollen als sich um ihre Kinder zu kümmern, dann sollten sie die Betreuung ihrer Kinder auch selbst finanzieren. Doch soweit kommt es ohnehin nicht, denn der Staat investiert ja bereits massiv in den Ausbau von Kindergrippen bzw. Kitas.

 

Das einzig wirklich stichhaltige Argument gegen das Betreuungsgeld ist die damit verbundene Möglichkeit, dass auch Eltern davon profitieren, die es nicht verdienen, weil sie sich nicht angemessen um ihre Kinder kümmern, oder es gar nicht benötigen, weil sie ohnehin schon reich genug sind. Letzteres gilt allerdings auch für die Kita-Angebote. Außerdem könnte man dieses Problem durch bestimmte Auflagen für den Bezug von Betreuungsgeld lösen.

 

Im Übrigen wäre es vielleicht an der Zeit, in Erwägung zu ziehen, die Erziehungsbefähigung der Eltern von vornherein durch staatliche Behörden zu prüfen. Die Erziehungsberechtigung sollte m. E. nach von der tatsächlichen Erziehungsfähigkeit abhängig gemacht und kontrolliert werden. Für diejenigen, welche über diese nicht verfügen, könnte man entsprechende Bildungsmaßnahmen und Erziehungsberatung bereitstellen. Wenn Eltern dann nachgewiesen haben, dass sie imstande sind, das Kind selbst zu erziehen und zu versorgen, spricht absolut nichts mehr dagegen, sie auch finanziell bei der Erziehung ihrer Kinder zuhause zu unterstützen. Und wenn nicht, wäre es nicht nur möglich, sondern sogar dringend erforderlich, die Kinder dort herauszuholen und in einer guten Erziehungseinrichtung unterzubringen. Deshalb sollte man streng genommen die Plätze solcher Einrichtungen nach echtem Bedarf zuteilen und nicht nach Lust und Laune der Eltern. Da die Regierung jedoch beabsichtigt, die Voraussetzungen für eine freie Wahl zwischen den verschiedenen Erziehungs- und Versorgungsmöglichkeiten zu schaffen, kommt sie den Bürgern damit schon großzügig entgegen.

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