Neuester Blog-Artikel:

Mikrolyrik und Lyrikbruch für zwischendurch

 

Reimfrei - meinetwegen

Sinnfrei  - bin dagegen

Beides   - sehr verwegen!

 

Der See steht stad

Die Flur hält stille

Es nimmt ein Bad

Die zirpende Grille.

 

Sei nicht traurig, liebes Kind,

denn was es auch immer sei,

es geht bestimmt vorbei.

Die Tränen trocknet der Wind

meiner Worte sanft und lind,

sei gewiss, ich bleib dir treu!

 

Das Ich und das Du

gehören dazu,

das Ziel sag ich Dir

verbirgt sich im Wir.

 

Du bist die Sonne

Und ich bin der Mond.

Meinen bescheidenen Schein

Verdanke ich Deinem Sein.

Wie der Mond durch die Sonne erstrahlt

Bin ich von Dir in Gold gemalt.

 

Bye bye beautiful butterfly

Away to the blue velvet sky

Stay gentle, fairylike, shy

Fly far, fly long, fly high

Don't care about my sigh.

Folge uns!!!

 

Gedicht der Woche

 

 

(09.01. - 15.01.2017)

 

 

 

Sternenstaub

 

Ein Stern aus Schnee fällt aus dem Himmel,

verloren im eisigen Wind der Zeit,

getrieben von einem Pol zum anderen,

suchend nach Sinn und Ziel auf Erden,

geleitet von einer unbekannten Macht,

erreicht er seinen zugedachten Platz auf Erden.

 

Und, Gott sei dank, verbleibt er nicht allein,

es schwirren und irren unendlich viele

kleine Sterne aus Kristall allüberall,

die langsam die Erde weiß bedecken,

da sie dicht an dicht zusammenrücken

und das Licht der Sonne widerspiegeln,

erleuchten sie die dunkle Winterzeit.

 

Auch wenn sie früher oder später schmelzen,

die Essenz ihres Seins bleibt weiter bestehen,

sie verwandeln sich bloß in reinstes Wasser,

das von der Kraft der Sonne angezogen,

glücklich in den Himmel wiederkehrt.

 

 

J.N. (Soli Deo gloria)

 

 

 (02.01. - 08.01.2017)

 

 

Welt-Schmerz-Syndrom

 

Sie denken und grübeln zu oft,

die Wahrheit liegt Ihnen am Herzen.

Ihr Gemüt ist viel zu soft

und deshalb haben Sie Schmerzen.

 

Sie erachten die Welt als mies,

machen sich Sorgen wegen nix.

Sie schimpfen die Menschen fies

und protestieren ziemlich fix.

 

Sie sehnen sich nach „wahrer Liebe“,

träumen von „Güte“ und „Gerechtigkeit“.

Sie schelten Lügner und auch Diebe,

schwärmen von „Treue“ und von „Ehrlichkeit“.

 

Sie neigen stark zu Depressionen,

empfinden alles intensiv,

schwafeln wirr von Zukunftsvisionen

und sehen alles etwas schief.

 

Sie sind manisch idealistisch,

absolut hypersensibel,

pathologisch pessimistisch

und moralisch unflexibel.

 

Ihr Herz ist groß und schwach,

ich lese hier vom Strom:

ihr Puls ist schon sehr flach –

Diagnose: Welt-Schmerz-Syndrom.

 

Zum Glück gibt’s dafür Medizin,

die wirkt nur selten leicht letal:

Dreimal täglich Serotonin,

Ignoranz und Scheißegal.

 

 

J.N. (Soli Deo Gloria)

 

 

 

(19.12. - 25.12.2016)

 

 

Heilig Abend

 

Am Heiligen Abend

mag ich den Abend heiligen,

denn die Weihnacht

ist eine geweihte Nacht,

in ihr hat Gott das Wunder vollbracht:

Es kam zur Welt

ein göttlicher Mensch,

ein menschlicher Gott

   J E S U S   C H R I S T U S   

Gottes Sohn
Das Licht der Welt

Gesandt vom Himmlischen Vater

Empfangen durch den Heiligen Geist,

Geboren durch die Jungfrau Maria,

Getauft von Johannes den Täufer,

Gesalbt von Maria von Magdala,

Verraten von Judas Iskariot,

Gelitten unter Pontius Pilatus,

Gestorben am Kreuz,  

Auferstanden von den Toten,

Erschienen Vielen seiner Jünger,

Aufgefahren in den Himmel,

Thront Er nun zur Rechten Gottes bis Er

Wiederkehrt zur Erde  

Zu Richten Lebende und Tote

Zu Erlösen die Gläubigen

Zu Herrschen als König bis in Ewigkeit.

 

 

J.N. (Soli Deo Gloria)